Freitag, 19. Juni 2020

"Liebe, Männer, Eierlikör... und andere Katastrophen" (Elsa Stern)

Der Klappentext: „Eine Katastrophe kommt selten allein. Vor allem, wenn man Elsa-Antoinette „Sternderl“ Stern heißt, bald 30 wird und das schwarze – sprich unverheiratete – Schaf der Familie ist.
Auf der steten Suche nach Mr. Right (oder wenigstens einer halbwegs passablen Begleitung für die Hochzeit ihrer Cousine) funken Elsa nicht nur die Sterne dazwischen. Da wären auch noch eine esoterisch angehauchte Freundin, die sie in einen skurrilen Unfall verwickelt, eine Mutter, die ein Schwiegersohn-Casting abhält, ein Winkeladvokat der schlimmsten Sorte … und dann taucht auch noch aus heiterem Himmel ein gewisser Herr Q auf. Aber ist es wirklich besser für das Sternderl-Herz, in seinen meerwasserblauen Augen zu ertrinken als in einer Flasche Eierlikör?“

Darf ich vorstellen? Elsa Stern, genannt "Sternderl" – ihres Zeichens das formvollendete Chaos, das jede Katastrophe magisch anzieht. Elsa ist 29 Jahre alt und steht kurz davor, ihre Eizellen einfrieren lassen zu müssen, da sie einfach keinen geeigneten Mann findet (zumindest, wenn es nach ihrer Mutter geht, die es als ihre Pflicht als Sternderl-Mama sieht, ihre Tochter im wahrsten Sinne des Wortes „an den Mann“ zu bringen).
Doch zum Glück hat Tochter Elsa da noch ein Wörtchen mitzureden und schlittert in ihre ganz eigene Männerkatastophe.

Viiiiieeeeel zu lange habe ich dieses Buch auf meinem SuB liegen gehabt. Immer wieder kam mir irgendein anderes Buch zuvor. Aber jetzt endlich habe ich es geschafft und habe mich diesem Roman widmen können, der mich Tränen hat lachen lassen.
Es braucht schon viel bei einem Buch, um mich wirklich zum Lachen zu bringen. Aber gegen Elsa Sterns Humor kam ich einfach nicht an und das war auch gut so. Denn dieses Buch hat mir so tolle, lustige und lehrreiche Lesemomente beschert, dass ich eine Fortsetzung erwarte!

Der Schreibstil, den Elsa Stern (ja, die Autorin trägt denselben Namen, wie die Hauptprotagonistin ihres Romans –oder wer hat hier jetzt wem den Namen gemopst?) hier zum Besten gibt, hat mich nur so durch die Seiten fliegen lassen. Ich liebe diesen lockeren Stil, gepaart mit einer Mischung aus verzweifeltem Ernst, Zynismus und chaotischem Wahnsinn ^^ Das war genau meins und mehr muss man dazu wirklich nicht sagen, außer, dass es grandios witzig war und wirklich Spaß gemacht hat, das Sternderl von einer Katastrophe in die nächste schlittern zu sehen.

Die Figuren, die hier aufeinander treffen sind alle miteinander einfach harmonisch und machen dieses Buch so rund und darum absolut lesenswert. Und sie machen das Chaos in Elsas ohnehin schon eierlikörlastigen Leben noch komplett; ob ihre Mutter, ihre Freundin „die E.“ oder ihr Neffe Eugen-Marcell. Ein bisschen hatte man das Gefühl, dass Elsa Stern das Leben einer End-Zwanzigerin, die immer noch ohne Mann und Kinder ist, ein wenig auf die Schippe nimmt. Aber es war eine witzige „Begegnung“ mit Elsa und ich hoffe auf noch mehr Katastrophen á la Bridget Jones ^^

Ich kann und werde hier nicht weniger als 🌟🌟🌟🌟🌟 vergeben, denn Elsa Stern sollte man kennen lernen. Vielleicht bei einem doppelten Eierlikör!? 😋

Verlag: SchriftStella (2020)
Seitenzahl: 260
Genre: Roman 
ISBN: 978-3-90324-860-1

Kommentare:

  1. Liebe Sandra, es freut mich wahnsinnig, dass dich mein Erstlingswerk so begeistern konnte und du dich beim Lesen so gut amüsiert hast! Vielen Dank, dass du dir die Zeit genommen hast, zu lesen und zu rezensieren! :-)

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    1. Liebe Elsa, ich habe zu danken ❤️ Allein die Arbeit, die Zeit und Energie, die du als Autorin neben deinem Brotjob in die Entwicklung deines Buches investiert hast, verdient eine entsprechende Anerkennung. Dein Erstlingswerk ist jedenfalls eingeschlagen wie eine Bombe 🥰💕⭐

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